Unsere Fotovoltaikanlagen

Die erste Anlage 2006

Anfang Juli 2006 wurden die Gerüste an den Wohnhäusern der Philippus-Kirchengemeinde abgebaut: Beide Pfarrhäuser, das Küsterhaus und die Garagenanlage erhielten eine neue Dacheindeckung.

Als diese Häuser 1980 zusammen mit dem Ökumenischen Gemeindezentrum gebaut wurden, hatte man ihnen aus Kostengründen „nur“ Bitumen-Schindeldächer gegeben, während das Zentrum selbst mit Kupferstehfalzdach gedeckt wurde. Die später errichteten Gebäude der Kindertagesstätte und des Jugendhauses erhielten ebenfalls lediglich Bitumenschindeln. Bei der 2005 erfolgten Sanierung des undichten Dachs der Kindertagesstätte und  anschließender Neueindeckung mit einem Kupferdach, stellte man auch bei den Wohnhäusern schadhafte Dacheindeckungen fest. So entschloss sich die Kirchengemeinde, die Dächer neu eindecken zu lassen, um möglichen Wasserschäden vorzubeugen. Gleichzeitig wurde auf dem Doppelhaus der beiden Pfarrhäuser die erste Fotovoltaikanlage installiert. Den Bau dieser Anlage hatte der Kirchenvorstand bereits im Herbst 2004 beschlossen, die Ausführung verzögerte sich jedoch durch die zuvor erforderliche Dachsanierung.


Die Fotovoltaik-Anlage besteht aus 76 Modulen, die insgesamt 94 m² Fläche bedecken und eine Leistung von 12,54 kWp erreichen. Sie produziert im Jahr ca. 10.000 kWh Strom, was in etwa dem Verbrauch in der Philippuskirche entspricht.
Somit leistet die ev. Philippus-Gemeinde einen deutlichen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung, zur Nachhaltigkeit und zum Schutze des Kleinklimas vor Ort. Sie ließ sich dies 74.000 € kosten, was durch angesparte Mittel finanziert wurde und sich durch die Erträge in ca. 14 Jahren amortisiert hat. Pro Jahr werden so ca. 6 to/a CO2-Emmission vermieden. Zusätzlich werden ca. 20.000 kWh Abwärme nicht in Gewässer oder in die Luft abgegeben, da die Sonnenenergie vor Ort nicht in Aufheizwärme, sondern in Strom umgewandelt wird.


Seit dem 9. Juni 2008 liefert auch die zweite Fotovoltaikanlage auf dem südwestlichen Teil des Gemeindezentrums Strom in das Netz der HSE. Diese Anlage besteht aus 133 Modulen, von denen sich 91 Module über dem Maria- und Martha-Raum mit einer Dachneigung von 15° und 42 Module über der Orgelempore mit einer Dachneigung von 45° der Sonne entgegenstellen. Die Module fangen so die Strahlung der Sonne ein und das nicht nur, wenn sie tatsächlich zu sehen ist. Ist es tagsüber bedeckt, sind es immerhin noch 37 kWh - bei Sonnenschein ist der Ertrag natürlich höher. Insgesamt waren es  z.B. im Juni 2008 2287 kWh ( an 21 Tagen) und im Juli 2008 2881 kWh. In der Summe wurden damit ca. 15.000 kWh Primärenergie durch Minderverbrauch eingespart, was in etwa 1.500 Litern Heizöl entspricht. Die Umwelt wurde zudem um ca. 3.200 kg CO2-Ausstoß entlastet.


Ortwin Hageböck

 

Ev. Philippus-Kirchengemeinde